Interview im Deutschlandfunk: Arm trotz ArbeitAm 14. März titelte die Süddeutsche Zeitung mit einem Beitrag zur Armut in der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland: Etwa acht Millionen Beschäftigte verdienen im Durschschnitt 6,50 EUR in der Stunde. Jasper Barenberg vom Deutschlandfunk sprach mit Wieland über seine Ansicht zu den Ursachen und Lösungsmöglichkeiten: Es geht um einen Vertrauensverlust in die Soziale Marktwirtschaft, deren Aufgabe sein sollte, den durch wirtschaftliche Leistungen wachsenden Wohlstand allen Schichten zugute kommen zu lassen. Auf der Suche nach Lösungen in der Frage der Verteilungsgerechtigkeit sollten Erklärungsmodelle nicht in einem direkten Vergleich mit wachsenden Managergehältern gesucht werden. Vielmehr sollten die bisher mit der Agenda 2010 verbundenen Ziele weiter erarbeitet und umgesetzt werden. Hierzu gehört auch das Thema Mindestlohn, welcher ein Menschenrecht ist. Lösungsmöglichkeiten bieten sich, so Wieland, besonders im Rahmen der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung der Unternehmen an. Das Interview können Sie nachhören und lesen auf der Website des Deutschlandfunks: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1703081/
15. März 2012 Neue Auflage von „Die Entdeckung der Ökonomie“Mit „Die Entdeckung der Ökonomie. Kategorien, Gegenstandsbereiche und Rationalitätstypen der Ökonomie an ihrem Ursprung“ wurde Josef Wieland 1989 im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal promoviert. Nun ist eine zweite Auflage mit einem neuen Vorwort im Metropolis-Verlag erschienen. Warum denken Menschen ökonomisch? Wann entdeckten sie diese Denkform? Auf welche individuellen und gesellschaftlichen Probleme ist das Ökonomische eine Antwort? Was ist das überhaupt, das Ökonomische? Die vorliegende Arbeit versucht, die hier aufgeworfenen Fragen an ihrem Ursprungsort zu klären, im Moment ihres Entstehens. Der aber liegt nicht im England des 18. Jahrhunderts, sondern ist identisch mit dem Ursprungsort europäischer Kultur überhaupt: dem antiken Griechenland. Gegenstand der Analyse ist der Prozess der konstituierenden Entdeckung des ökonomischen Raumes als spezifischer Handlungssphäre durch das griechische Denken von Homer bis Aristoteles. Anhand eines Durchgangs durch einen großen Teil der erhaltenen Primärquellen und in Auseinandersetzung mit anderen Theorieansätzen (Weber, Polanyi, Finley, Schumpeter u.a.) versucht diese Arbeit den Nachweis zu führen, dass die antike griechische Gesellschaft nicht nur über eine Vorstellung von der Wirtschaft als menschlicher Handlungssphäre verfügte, sondern diesen Rahmen bewusst konstituierte in dem Versuch, den Zerfall der griechischen Polisgemeinschaft zu verhindern. Dabei werden die Primärquellen besonders unter den Gesichtspunkten des Zusammenhangs von gesellschaftlicher Institutionenentwicklung und Entwicklung ökonomischer Analytik, der Ausdifferenzierung verschiedener Rationalitätstypen und Gegenstandsbereiche der Ökonomie, der koevolutiven Entwicklung von Ethik (Philosophie) und Ökonomie sowie der Ausdifferenzierung distinkter ökonomischer Kategorien (Denkformengeschichte) analysiert. Weitere Informationen zum Buch und Bestellmöglichkeit finden Sie auf der Homepage des Verlags: http://www.metropolis-verlag.de/
29. Februar 2012 Wirtschaftsforum Singen: Vortrag von Joachim Gauck und PodiumsdiskussionAm 13. Februar fand in der Stadthalle Singen das erste Wirtschaftsforum statt, auf dem in verschiedenen Veranstaltungen und Workshops besonders Themen wie erfolgreiche Unternehmensführung und Persönlichkeitsbildung diskutiert wurden. Die Wirtschaftsregion Singen, welche 23000 Arbeitsplätze stellt, möchte als bedeutender Arbeitgeber und Wirtschaftsstandort im Hegau mehr überregionale Sichtbarkeit und Dialogmöglichkeiten schaffen, und das Wirtschftsforum fand überregionalen Anklang. Auf der Abendveranstaltung des Forums, zu der über 700 Zuhörer erschienen, hielt Joachim Gauck einen Vortrag zu seinem persönlichen Leitthema: Seiner Auffassung von Freiheit, der Freiheit, Verantwortung für etwas in der Gesellschaft zu übernehmen. Mit Joachim Gauck diskutierten im Anschluss der Singener Oberbürgermeister Oliver Ehret, Uwe Hildebrandt (Gewerkschaft NGG, Stuttgart), Roland Striebel (Volksbank Hegau), Professor Claudius Marx (IHK) und Josef Wieland über die Erfolge der deutschen Wirtschaft als sozialer Marktwirtschaft und innovatives Unternehmertum, aber auch über die immensen Herausforderungen, vor die sie angesichts der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft gestellt ist. Die Diskussion wurde moderiert von Südkurier-Redakteur Peter Ludäscher (im Bild v.l.n.r.).
13. Februar 2012. Quelle: Südkurier Weitere Informationen zum Wirtschaftsforum Singen sowie zum Vortrag von Joachim Gauck und den Diskutanden finden Sie unter: http://www.in-singen.de/veranstaltung.1--Wirtschaftsforum-Singen.0A5138C956A6F70C5F3C5746242477FA.html
German Symposium 2012 an der LSE: Vortrag zu Unternehmensethik in einer globalen WirtschaftAm Dienstag, den 31. Januar, hielt Josef Wieland an der London School of Economics and Social Science (LSE) im Rahmen des 2012 German Symposiums im Panel “Business Ethics - Different Approaches” einen Vortrag: Business Ethics in a Global Economy. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion, gemeinsam mit Prof. Friedrich Wilhelm Graf (Lehrstuhl für systematische Theologie und Ethik, LMU), statt. Weitere Themen des diesjährigen Symposiums, das vom 31.1. bis zum 3.2. stattfand, waren: Die Eurokrise, Fragen zur Regulierung der Finanzmärkte, zur Zukunft der Energiewirtschaft, zur Zukunft der Sozialdemokratie. Das German Symposium wird von der LSE SU German Society ausgerichtet. Die German Society fördert das Interesse an und die Diskussion zu Themen aus der aktuellen deutschen Akademia, Politik, Wirtschaft und Kultur und den Austausch zwischen der Bundesrepublik und Großbritannien (UK). Sie ist die größte Vereinigung deutscher Studierender im Ausland. Das German Symposium hat sich zu einem wichtigen jährlichen Event an der LSE entwickelt: Seit mehreren Jahren sind namhafte Vertreter aus der bundesdeutschen Politik, Wirtschaft und Akademia in der größten Vereinigung deutscher Studierender außerhalb Deutschlands aufgetreten. Für weitere Informationen zur German Society und dem Programm sowie den Teilnehmern des diesjährigen German Symposiums: http://www.german-society.co.uk/
30.Januar 2012 Radiointerview: Die Grauzone zwischen Unabhängigkeit und Vorteilsnahme bei PolitikernDie neuen OECD-Richtlinien gelten in Deutschland für Firmen, nicht aber für Bundestagsabgeordnete. Im Gespräch mit swr 2 erläutert Wieland, worauf Diskussionen wie die aktuelle um die Frage, wann Vorteilsnahme bei Politikern vorliegt, zurückzuführen sind, nämlich auf eine regulatorische Grauzone. Solang es keine klaren Definitionen gibt, kann keine ausreichende Sensibilität entstehen und damit auch keine entsprechende Eindeutigkeit von Handlungen benannt werden. Wann kann man von einem Geschenk unter Freunden sprechen, wann von einer indirekten Werbung für Firmen durch Politiker? Was bedeutet unter diesen Voraussetzungen der Vorwurf mangelnder Transparenz? Das Interview können Sie abrufen unter: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/journal/interviews/-/id=659252/1um3fhj/index.html
19. Januar 2012 Global Economic Ethic (GEE): Workshop in MumbaiAm 10. Dezember fand in Mumbai der Workshop „Global business values – concepts and strategies of implementation“ statt.Nach der Vorstellung des Manifests Globales Wirtschaftsethos/Manifesto Global Economic Ethic in New York (UNO), Basel (Novartis Stiftung) und Konstanz (Hochschule Konstanz, HTWG) im Herbst 2009 und der Publikation im Sommer 2010 (s. News vom 3.7.2010) diente diese Veranstaltung als Auftakt für einen Dialog auf globaler Ebene: die Diskussion der Ziele des GEE, global akzeptierte Norms of good behaviour umsetzen zu können. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung (Basel), vom KIeM (Konstanz) und der Stiftung Weltethos (Tübingen). Über 20 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Religion sowie Diplomatischen Vertretungen sprachen über die Möglichkeiten der Umsetzung einer globalen Wirtschafts- und Unternehmensethik. Klaus M. Leisinger (Präsident und Managing Direktor, Novartis Stiftung, Basel) und Josef Wieland stellten das Manifest Globales Wirtschaftsethos (GEE) und die Zielsetzungen des Global Compact vor. Die indische Perspektive wurde von Frau Jaya Row (Gründerin von Vedanta Trust, welche in der Weiterbildung über die Vedanta Philosophie tätig ist) sowie dem Hinduismus-Experten und Philosophen Swami Chidananda (Direktor Rajghat Education Centre, Varanasi) vorgestellt und anschließend im Plenum diskutiert. Josef Wieland stellte Implementierungsmöglichkeiten des GEE in einem transkulturellen Managementkonzept vor, Respondenz gab Ranjit Shahani (Country President, Novartis India). Der Theologe Wilhelm Graf (Professor an der LMU, München) moderierte die Nachmittagsdiskussion aller Teilnehmenden. Die Round Table Diskussion wurde von den Teilnehmenden als ein überaus fruchtbarer Austausch über gemeinsame Werte und Zielsetzungen beurteilt, so dass weitere Workshops in Indien und auch in weiteren Ländern geplant werden. 19.12.2011
Internationale Konferenz „CSR – Gesellschaftliche Verantwortung im internationalen Dialog“Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veranstaltet am 15. und 16. Dezember die internationale Konferenz „CSR – Gesellschaftliche Verantwortung im internationalen Dialog“ in Berlin. Die Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft wird international zunehmend thematisiert und diskutiert. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzpolitik hat diesen Prozess nicht verlangsamt, sondern sogar eher beschleunigt. Zwei Tage lang wird mit Unternehmen, Sozialpartnern und Nichtregierungsorganisationen über die Chancen und Herausforderungen sowie erfolgreiche nationale und internationale Ansätze von Corporate Social Responsibility diskutiert. Die Bundesregierung hat mit dem Nationalen Aktionsplan CSR ein breites Spektrum national wie international wirkender Maßnahmen beschlossen und setzt diese nun um. Auf der Konferenz wird der Aktionsplan vorgestellt und durch die Einführung des Konzeptes „CSR – Made in Germany“ das hohe Niveau der Sozial- und Umweltstandards international tätiger deutscher Unternehmen unterstrichen. In einer begleitenden Ausstellung werden zahlreiche vorbildliche CSR-Aktivitäten aus Deutschland präsentiert. Josef Wieland war im CSR-Forum des BMAS Leiter der Arbeitsgruppe 6 „Schaffung eines CSR-förderlichen Umfelds“ geleitet und hat am Aktionsplan CSR mitgewirkt (vgl. News vom 10.10.2010); er wird die Podiumsdiskussion in der Sektion „Globale Entwicklungen für eine verantwortungsvolle Ökonomie“ zum Thema Internationale Standards und Instrumente im Zusammenspiel moderieren. Weitere Informationen zum Programm der Konferenz finden Sie unter http://www.csr-konferenz.bmas.de/
02.11.2011 Radio-Interview im swr2 zur Beurteilung des Waffenhandels: Waffen sind moralisch sensible GüterDeutschland ist Europas größter Produzent und Exporteur von Waffen. Im Interview wird die Frage nach der gesellschaftlichen Legitimation von Waffenproduktion und -verkauf sowie der Legitimation durch die produzierenden Unternehmen selbst diskutiert. Wieland stellt hier einen deutlichen Unterschied in der Selbstdarstellung zwischen der US-amerikanischen und der deutschen Waffenindustrie fest. Wieland verweist auf die Notwendigkeit einer grundsätzlichen ethischen Legitimation der Bedingungen, unter denen Waffen hergestellt bzw. verkauft werden dürfen: Diese ist mit Selbstverteidigung begründet und muss selbstverständlich ebenso die Legitimation der Kunden von Waffen umfassen. Auch muss die Frage nach der legitimierenden Ethik selbst beleuchtet werden. Des Weiteren muss unterschieden werden zwischen der gesellschaftlichen Legitimation und der gelingenden oder misslingenden Befolgung der daraus resultierenden Bedingungen für Waffenhandel. Das Interview wurde anlässlich der Gründung der Königlich-Württembergischen Gewehrfabrik vor genau 200 Jahren geführt, aus der die Firma Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar hervorging. Am 27. Juli wurde das Interview im swr 2 Journal gesendet und kann als podcast unter folgendem Link aufgerufen werden: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/journal/interviews/-/id=659252/1um3fhj/index.html
27. Juli 2011
„Governanceethik und Wertemanagement“: Wissenschaftliches Symposium und Festschrift zum 60. Geburtstag von Josef WielandAm 10. Juni fand an der Hochschule Konstanz das von den MitarbeiterInnen des Konstanz Institut für Corporate Governance (KICG) und Konstanz Institut für Wertemanagement (KIeM) ausgerichtete Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Josef Wieland statt. Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten der HTWG, Dr. Kai Handel, folgten die Begrüßungsrede von Dr. Michael Fürst (Novartis), die Ansprache von Prof. Klaus M. Leisinger, Präsent der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung sowie die Laudatio durch seinen langjährigen Weggefährten Prof. Birger P. Priddat von der Universität Witten/Herdecke. Prof. Reinhard Pfriem von der Universität Oldenburg leitete die anschließende Diskussion zur wissenschaftlichen Bedeutung und praktischen Wirkung der auf der Governanceethik basierenden Managementsysteme ein. Im Anschluss wurde ihm die Festschrift „Verantwortung in der globalen Ökonomie gestalten. Governanceethik und Wertemanagement" überreicht, Herausgeber und Herausgeberin sind seine ehemaligen Doktoranden Stephan Grüninger, Michael Fürst, Sebastian Pforr und Maud Schmiedeknecht. Die darin versammelten Beiträge greifen die besondere Programmatik von Josef Wielands Governanceethik in seinen vielfältigen Aspekten auf und zeigen Ansatzpunkte für ihre Bedeutung und Weiterentwicklung in Theorie und Praxis. Mit der Governanceethik hat Josef Wieland Ende der 1990er-Jahre den theoretischen Rahmen vorgelegt, innerhalb dessen die ethische Dimension gesellschaftlicher Strukturen und Zusammenhänge und das in dieser Hinsicht relevante Verhalten individueller und kollektiver Akteure mittels eines interdisziplinären Zugangs analysiert werden kann. Diese Analyse zielte dabei stets auf die Anwendung von Moral in der Wirtschaft und damit auf die Gestaltung von Unternehmenspraxis. Die Konzeptionen zum Wertemanagement erfuhren und erfahren einen großen Widerhall in der Unternehmenspraxis. Gute Unternehmensführung ist ohne das „Management von Moral“ in einer zunehmend komplexeren Welt langfristig kaum möglich, so das Credo von Governanceethik und Wertemanagement, das sich von dem einer Wirtschaftsethik als reiner Reflexions- und Beurteilungswissenschaft für Vorgänge in der Wirtschaft deutlich unterscheidet. Eine so klare Verknüpfung von Theorie und Praxis war in der Zunft der Wirtschafts- und Unternehmensethiker in Deutschland lange Zeit doch eher die Ausnahme; auch in der Ausbildung künftiger Manager gibt es noch Entwicklungsbedarf. Die Autorinnen und Autoren aus Praxis und Wissenschaft nehmen mit ihren je eigenen Expertisen zu verschiedenen Aspekten der Governanceethik Stellung, zeigen ihre Relevanz für Forschung und Praxis auf und bieten Ansätze zur weiteren Arbeit an. Weitere Informationen zu diesem Band finden Sie unter http://www.metropolis-verlag.de/, wo sie den Band auch bestellen können.
14. Juni 2011 Publikation: Die Zukunft der FirmaDer zehnte Band aus der von Josef Wieland herausgegebenen und im Metroplis-Verlag erscheinenden Reihe "Studien zur Governanceethik" versammelt die Beiträge der Referenten des 6. Konstanzer Rundgespräches vom Dezember 2009. Er sucht nach Antworten auf die folgenden Fragen: Wie sieht die Firma der Zukunft aus, und welchen thematischen und strukturellen Herausforderungen wird sie sich stellen müssen? Autoren in der Reihenfolge der Beiträge: Josef Wieland, Martin Büscher, Birger P. Priddat, Alexander Brink, Guido Palazzo, Stephan Grüninger, Marc C. Hübscher, Reinhard Pfriem, Michael Fürst. Weitere Informationen, auch zu den früheren Bänden aus der Reihe Studien zur Governanceethik, finden Sie auf der Homepage des Metropolis-Verlags, wo die Bücher auch bestellt werden können. 2. Mai 2011
Essay zu Wirtschaftskriminalität und Compliance in der Financial Times Deutschland (FTD)Am 9.4.2011 ist in der FTD ein Essay zu den Ursachen von Wirtschaftskriminalität erschienen. Wieland beschreibt darin das Zusammenwirken von Unternehmenskultur und psychologischen Verhaltensmechanismen, welche dolose Handlungen nicht nur nicht verhindern, sondern sogar befördern können. Hier kann, so Wieland, ein nur rechtsgetriebenes Compliance System nicht greifen.
11.4.2011 Interview im Südkurier: Humanität und GerechtigkeitZu Fragen der Moral in der Wirtschaft, deren Transportfähigkeit über Religion und deren Umsetzung besonders im Bankensektor führte der Südkurier ein Gespräch mit Josef Wieland. Wieland trifft eine klare Unterscheidung zwischen dem individuellen Unternehmer oder Manager und dem Unternehmen: Einzelpersonen können religiös sein, Unternehmen an sich nicht. Zudem fordert die Globalisierung die Schaffung von global akzeptierten Normen und Werten über einzelne Religionen hinweg. Diskutiert wird im Folgenden die Frage, wie und mit welchen Zielen Banken ethische Investments betreiben. Das Interview finden Sie auf folgendem Link:
5.4.2011 Wie können China und Europa gemeinsame Werte finden? Interview im HandelsblattAuf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wird über die Frage diskutiert, wie auf einem globalen Markt eine Einigung auf gemeinsame Werte erreicht werden kann. In der heutigen Ausgabe des Handelsblatts werden im Beitrag "Manager befürchten Siegeszug asiatischer Werte" Problematiken und die Befürchtungen westlicher Manager den chinesischen Markt, die chinesischen Praktiken und Werte betreffend vorgestellt und diskutiert. Besonders tritt hier die Angst vor einer zunehmenden Übermacht chinesischer Vorgaben zutage, wenn es um Fragen der Korruption, der Industriespionage, Patente, Bedingungen für Auftragsvergaben u.a. geht. Zwar zeichnet sich in den Worten des Präsidenten Hu Jintaos eine grundsätzliche Bereitschaft ab, offensichtliche Missstände im eigenen Land zu beheben. Jedoch wird sich, so Josef Wieland in einem Interview mit dem Handelsblatt, eine gemeinsame Wertebasis nicht über eine alleinige Durchsetzung der westlichen Vorstellungen von Humanismus und Verantwortung erzielen lassen. Lesen Sie hierzu das Interview auf folgendem Link in der Ausgabe des Handelsblatts vom 26.1.2011:
26.1.2011
Josef Wieland auf dem Forum Globale Fragen des Auswärtigen Amtes
Am Dienstag, den 30. November 2010 veranstaltet das Auswärtige Amt das 27. Forum Globale Fragen: „10 Jahre Global Compact. Partnerschaft für eine menschenwürdige Globalisierung“:Das 27. Forum Globale Fragen möchte kritische Bilanz der ersten zehn Jahre des Global Compact und seiner 10 Prinzipien ziehen und seinen Standort in der aktuellen Diskussion um Unternehmensverantwortung und Globalisierung diskutieren. Eröffnung durch das Auswärtige Amt Impulsreferat Josef Wieland: Wirtschafts- und Unternehmensethik – Notwendigkeit oder Illusion? Impulsreferat Geort Georg Kell (Global Compact Office, NY): 10 Jahre Global Compact: Bilanz und Perspektiven Im Anschluss werden in zwei Podiumsdiskussionsrunden die Rolle des Global Compact in der internationalen CSR-Landschaft und die Definition und Rolle von CSR in der Globalisierung diskutiert. Das vollständige Programm sowie weitere Informationen zur Veranstaltung und den PodiumsdiskutantInnen finden Sie unter http://www.diplo.de/ForumGF Das Forum Globale Fragen, 1999 vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen, befasst sich mit einem breiten Spektrum globaler Herausforderungen und führt staatliche und nichtstaatliche Akteure der internationalen Politik in Deutschland zu einem Meinungsaustausch zusammen.
(23.11.2010)
Verabschiedung des Aktionsplans CSR durch die Bundesregierung:ExpertenstimmenNach der Überreichung des Empfehlungsberichts des Nationalen CSR-Forums an Frau Bundesministerin Ursula von der Leyen durch die Arbeitsgruppenleiter des CSR-Forums am 1. Juli 2010 (s. weiter unten) wurde nun der damit angekündigte "Aktionsplan CSR" im Bundeskabinett vorgestellt. Zur Bedeutung und Funktion des Aktionsplans CSR äußern sich die Mitglieder des Nationalen CSR-Forums. Josef Wieland, Leiter der Arbeitsgruppe 6 'Schaffung eines CSR-förderlichen Umfelds': "Der 'Aktionsplan CSR' der Bundesregierung ist von grundlegender Bedeutung für die weitere positive Entwicklung des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen und anderen Interessengruppen. Mit den darin definierten Zielen und Maßnahmen gehört Deutschland sicherlich zur Spitzengruppe der europäischen Länder. Es gilt nun, diese konsequent umzusetzen, um die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Globalisierung für Deutschland und Europa erfolgreich bewältigen zu können. Der Aktionsplan setzt dabei besonders auf die Vernetzung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, weil nur die Kooperation aller gesellschaftlicher Akteure hier nachhaltig Erfolg verspricht." Lesen Sie weitere Kommentare der Mitglieder des CSR-Forums auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) unter folgendem Link: http://www.bmas.de/portal/48624/2010__10__06__expertenstimmen__aktionsplan__csr.html (10.10.2010) Nach der Verabschiedung des Standards ISO 26000: Expertenstatements Corporate GovernanceDie Leitlinie zur gesellschaftlichen Verantwortung ist verabschiedet. Was folgt?Nach einem fünfjährigen weltweiten Beratungsprozess wurde die ISO 26.000 Guidance on Corporate Responsibility im September verabschiedet. Worum geht es in dieser Norm? Was bedeutet sie für Unternehmen und Organisationen in Deutschland? Was folgt nach der Verabschiedung? Josef Wieland hat an der Entstehung dieser Norm mitgewirkt. Lesen Sie auf der Homepage des DNWE das Experten-Interview zur Entstehungsgeschichte, Bedeutung und Effektivität des Standards für gesellschaftliche Verantwortung unter folgendem Link:
(04.10.2010) Publikation: Die Praxis gesellschaftlicher Verantwortung im MittelstandRegionale CSR-Strategien und Praxis der Vernetzung in KMUFür kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) hat das gesellschaftliche Engagement, sei es nun lokal oder darüber hinaus, eine lange Tradition. Sie sind das Rückgrat jeder Wirtschaft, und sie engagieren sich in vielfältiger Weise für eine zukunftsfähige und nachhaltige Gesellschaft – insbesondere in ihrer Region und an ihren Hauptstandorten. Das Themenspektrum ist dabei weit gefasst und reicht von Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter, Unterstützung lokaler Initiativen im Umfeld bis hin zum freiwilligen betrieblichen Umweltengagement. Da engagierte Unternehmer und ihre Mitarbeiter die Situation an ihrem Standort kennen, können sie gut einschätzen, wie drängende gesellschaftliche Probleme effektiv und effizient gelöst werden können, um damit zugleich die Legitimität ihres wirtschaftlichen Handelns stetig zu erneuern. Eine wesentliche Governancestruktur zur gleichzeitigen Realisierung dieser drei Ziele besteht im partnerschaftlichen Engagement von Unternehmen mit anderen Unternehmen, den Akteuren der Politik und der Zivilgesellschaft. Auf diese Weise entstehen CSR-Netzwerke von KMU, deren Entstehung, Wirkungsweise und Entwicklungspotenzial der gemeinsame Gegenstand der in diesem Band versammelten Aufsätze sind. Der Sammelband bietet konzeptionelle Grundlagen (Josef Wieland/Maud Schmiedeknecht, Birgit Riess/René Schmidpeter, Frank Maaß) sowie Praxisberichte (Andreas Schneider, Iris Straßer, Steffen Heil, Moritz Blanke) von Spezialisten zur gesellschaftlichen Verantwortung in KMU. Er ist im Juli im Metropolis-Verlag erschienen. Bestellmöglichkeit finden Sie unter www.metropolis-verlag.de (August 2010)
Empfehlungen des Nationalen CSR-Forums an Ministerin von der Leyen übergebenNationales CSR-Forum empfiehlt Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung von UnternehmenAm 1. Juli 2010 hat Josef Wieland im Namen aller Arbeitsgruppenleiter des Nationalen CSR-Forums in Berlin dessen Empfehlungsbericht an Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen, übergeben. Das CSR-Forum empfiehlt der Bundesregierung, einen Nationalen Aktionsplan CSR zu erstellen und legt dazu konkrete Vorschläge für Maßnahmen vor. Seit Anfang 2009 berät das CSR-Forum das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bei der Entwicklung einer Nationalen CSR-Strategie.
Quelle: BMAS/Deischl Herr Wieland war im Januar 2009 als Leiter der Arbeitsgruppe 6 "Schaffung eines CSR-förderlichen Umfelds" in das CSR-Forum berufen worden. Weitere Informationen finden Sie unter: www.csr-in-deutschland.de
(03.07.2010) Publikation: Manifest Globales Wirtschaftsethos - Konsequenzen und Herausforderungen für die WeltwirtschaftWie kann es gelingen, die wirtschaftliche Globalisierung der Welt in Zukunft auf der Basis auch transkulturell akzeptierter rechtlicher und moralischer Spielregeln zu gestalten? Das hier vorliegende Manifest für ein globales Wirtschaftsethos, das 2009 in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem UN Global Compact am Hauptsitz der UNO in New York präsentiert wurde und zu dessen Erstunterzeichnern international renommierte Führungspersönlichkeiten gehören, ist ein wegweisender Schritt in diese Richtung. Die Autoren Hans Küng (Stiftung Weltethos, Tübingen), Klaus M. Leisinger (Professor für Soziologie an der Universität Basel und CEO der Novartis Foundation for Sustainable Development) sowie Josef Wieland erläutern Grundlagen, Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten. Das Buch ist zweisprachig deutsch/englisch erschienen. Für weitere Informationen und Bestellmöglichkeit finden Sie unter: www.dtv.de Der Wortlaut des Manifests, die Liste der Unterzeichner und weitere Informationen zum Global Economic Ethic finden Sie auf: www.globaleconomicethic.org
(Juni 2010)
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